Zur Person

Lothar H. W. Thielmann,
Jahrgang 1934, seit über 40 Jahren verheiratet, eine Tochter.
Unternehmer, Autor und Begründer der
Fundamentalen Philosophie

Da es im Raum Salzgitter, wo ich geboren wurde,  nach dem zweiten Weltkrieg kaum Arbeitsmöglichkeiten gab, suchte ich mein Glück im Ruhrgebiet, wo ich etwa drei Jahre untertage vor Ort mein Geld verdiente. Eine zusammenbrechende Kohlenfront brachte mich mit einem Unterschenkelbruch ins Knappschaftskrankenhaus nach Oberhausen. Hier hatte ich ein Erlebnis, das mich mein ganzes Leben begleiteten sollte.

Neben mir im mit 10 Betten belegten Saal lag ein Kumpel, der jeden Abend eine Schlafablette bekam, ohne die er angeblich nicht einschlafen konnte. Eines Abends wurde ihm diese auf Anordung des Arztes verweigert. Er beschwerte sich und klingelte die halbe Nacht nach den Schwestern, bis ihm der diensthabende Arzt offenbarte, dass er seit einer Woche nur Placebos bekomme und in der Meinung, das übliche Schlafmittel erhalten zu haben, wunderbar schlafe. Wenn ein Placebo die gleiche Wirkung auslösen kann wie das echte Mittel, warum setzt man das nicht gezielt ein, fragte ich am nächsten Tag den Arzt um mehr darüber zu erfahren. Doch mit damals 19 Jahren war ich kein ernst zu nehmender Gesprächspartner. Alles nur Einbildung, war sein abwertender Kommentar.

Ich ahnte damals, dass mehr dahinter stecken musste und suche seit dieser Zeit überall nach Hintergründen und Zusammenhängen die nicht offensichtlich waren. Den Begriff Einbildung ersetzte ich durch Vorstellung, woraus sich der Kernsatz je intensiver die Vorstellung, umso wahrscheinlicher das Ergebnis entwickelte. Dies war, auch rückblickend betrachtet, eine der Grundlagen meines persönlicen, beruflichen und unternehmerischen Erfolges. die ich später in der Personalentwicklung und Seminaren weiter vermittelte.

Die Beschäftigung mit der Frage, welche Gesetzmäßigkeiten hinter den Lebensvorgängen stecken (insbesondere Gesundheit und Erfolg und als Gegenpol Krisen und Krankheiten) wurde mehr und mehr zum Lebensmitelpunkt, insbesondere nach dem ich mich aus dem Tagesgeschäft der 1977 von mir gegründeten Firma zurückgezogen habe (*). Ich ging von der These aus, dass die Gesetzmäßigkeiten im Grunde sehr einfach sein müssen, weil ein kompliziertes System die Überlebensfähigkeit der Organismen erschwert oder gar unmöglich gemacht hätte.

Die Vertiefung dieser Gedankengänge führte zur Entdeckung des allen Lebensprozessen  zu Grunde liegenden kosmischen Grundgsetzes, dessen Akzeptanz und Einhaltung für ein gesundes, erfolgreiches und friedvolles Leben unter den jeweils gegebenen Bedingungen Voraussetzung ist. Damit wird eine entscheidende Frage von Wissenschaft und Philosophie seit der Antike, (aber auch der Chaos-Theorie) beantwortet: Was steuert und koordiniert dynamische (dissipative) Systeme und Prozesse? Für jeden, unabhängig von Herkunft oder Bildungsstand, ist nachvollziehbar, dass sämtliche physikalischen, biologischen und sogar sozialen Systeme und Prozesse von der Mikrobe bis zum Universum dem kosmischen Grundgesetz gehorchen. 

(*) www.architektenservice.com                    

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Foto Monika Werneke,
Wiesbaden

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Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 11. März 2009